Dienstag, 22. Mai 2012

Rohvolution.

Am vergangenen Wochenende fand hier in Freiburg die Rohvolution statt, eine Messe für Rohkost. Ich bin noch immer bei weitem keine überzeugte Rohköstlerin, aber ich interessiere mich zu sehr für Ernährung, als dass ich so eine Gelegenheit auslassen könnte. Viele Aspekte der rohköstlichen Ernährung bzw. Lebensweise finde ich sehr interessant und es gibt einen Haufen spannender und vor allem leckerer Lebensmittel in dieser Sparte. Das kann man auch als Veganerin interessant finden, die sich mehr so zufällig zu etwa 60 bis 80% roh ernährt. Dank Ramona gehört rohes Brot nun schon lange zu meinem Standard- Reportoire; zu Weihnachten habe ich mir einen Dörrautomaten geschenkt, um es endlich auch selbst herstellen zu können. Und ihr erinnert euch sicher noch an mein Detox- Experiment anfang des Jahres. Am Ende war ich davon insgesamt zwar nur so mittelmäßig begeistert, aber meine Jungs und ich lieben seither die Green Smoothies und ein paar weitere neue rohköstliche Neuentdeckungen. Und die Lust auf weitere leckere und gesunde Neuentdeckungen trieb mich und den großen Sohn am Sonntag dann in die Messehalle.

rohvolution.
rohvolution.
rohvolution.

Die Rohvolution hielt, was sie versprochen hatte. Das Verhältnis von interessanten Ständen zu solchen mit abgedreht- esoterischem Angebot lag ungefähr bei 70 zu 30. Und da mich eh nur die leckeren Sachen interessierten, konnte mir ja egal sein, ob irgendwo nebendran Lichtäther oder betrommeltes Heilwasser angeboten wurde. Wir - insbesondere der große Sohn - probierten uns munter durch all die feilgebotenen Leckereien an den verschiedenen Ständen. Angefangen von Booja Booja Eis über die leckeren süßen und herzhaften Sachen von life food, und viele andere Köstlichkeiten bis hin zu rohen Wasabi- Grünkohlchips und Olivenöl mit Rosen- und Lavendelauszügen.

booja booja.
raw wasabi kale chips.
rohvolution.


Ich bin nachhaltig beeindruckt, wie der große Sohn, der sich sonst hauptsächlich von Müesli, Grünen Smoothies (Banane, Kiwi, Spinat) und Nudeln mit Butter ernährt, sich wie eine Raupe durch die abartigsten Sachen probiert hat. Ich denke, ich untertreibe nicht wenn ich sage: er hat so gut wie jedes Probierschälchen, an das er gelangte, gierig leergefuttert. Insbesondere von den Grünkohlchips und dem Baobab- Stand bekam ich ihn kaum mehr los.

Meine Beute:


rohvolution - beute.

Besagte Wasabi- Grünkohlchips (die sind der Knaller, das glaubt ihr nicht. SO GUT!), Knusperröllchen, gewürzte Sonnenblumenkerne (super zum Salat) und Schoko- Kokosknusper (vielleicht zum rohen Bananeneis?) von life food. Ab 10 Euro Einkauswert durfte man sich einen life bar aussuchen, und der Sohn wählte seine Lieblingssorte Kirsch. Obwohl ich ja Schoko- Cashew und Brazil viel besser finde. Aber die life bars sind alle unglaublich saumäßig lecker. Dringende Probierempfehlung! Außerdem noch eine Tüte Baobab- Fruchtpulver, das ich vor allem für rohe, essig- und zuckerfreie Salatdressings nutzen will. Und ein großes Kressesieb von Eschenfelder, das unserem (naja, meinem) Bedarf an Kresse deutlich besser entgegenkommt, als der Kresseigel, den ich bisher benutzt habe.
new cress dish.


Die Grünkohlchips und die lifefood- Leckereien will ich unbedingt versuchen, mit meinem Dörrgerät nachzumachen. Ich werde berichten. Und was ich sonst so sagen will mit alldem Gelaber hier: Traut euch ab und an mal einen Ausflug in Ernährungsweisen, denen ihr sonst vielleicht skeptisch gegenübersteht. Ihr braucht keine Angst zu haben vor veganen oder rohköstlichen Produkten. Man zerfällt nicht zu Staub, selbst als überzeugter Fleischesser nicht, und es wachsen einem auch nicht plötzlich Blumen aus den Ohren, wenn man das ein oder andere einfach mal probiert. Es könnte nur sein, dass man viel Leckeres und Interessantes verpasst, wenn man's nicht tut. (Amen.)

Montag, 7. Mai 2012

#rp12. nachwehen.

ich war auf diesem internet- kirchentag und es war eine der großartigsten sachen, die ich in letzter zeit gemacht habe. so viel input durch all die interessanten panels, so viel spaß und schöne stunden mit all den internetpeoples. was bleibt: vorfreude aufs nächste mal und ein bisschen wehmut darüber, dass in unserem wohnzimmer kein affenfelsen steht, an dem ich immer irgendwelche von euch treffe, wenn ich vorbei gehe.

Donnerstag, 26. April 2012

muddi kocht.

ganz frisch noch, aber auf dem besten wege, bald ein reichhaltiges nachschlage werk zu sein, ist muddi kocht ein familienkochblog. sinn dieses blogs ist es, rezepte zu sammeln, die sowohl erwachsenen, als auch kindern spaß machen. mein gestriges beigel- rezept ist dort zu finden und sicherlich werde ich in zukunft immer wieder den ein oder anderen gastauftritt dort haben.

Mittwoch, 25. April 2012

beigel.

bagels again. [365-67] breakfast. breakfast for mommy. the last bagel.


auf wunsch einer einzelnen dame aus dem internet schreibe ich heute endlich mal mein beigel- rezept hier rein. aber natürlich nicht, ohne euch vorher noch ordnungsgmäß zu behelligen. vielleicht hat euch schon irritiert, dass ich "beigel" schreibe und nicht "bagel", wie es meistens üblich ist. ich komme aus einer familie mit jüdischen anteilen, und der beliebte hefekringel ist auch jüdisch. ha! wusstet ihr jetzt nicht, was? beigel (auch im plural ohne "s") tauchten etwa zu beginn des 17. jahrhunderts erstmals in jüdischen quellen in osteuropa auf und wurden vor dort aus von einwanderern in die usa gebracht, wo man die schreibweise der amerikanischen sprache anpasste. kann man auch bei wikipedia nachlesen, und dort findet man dann auch näheres zur bedeutung dieses gebäcks. zum beispiel:
Runden Gegenständen wurde oft eine Schutzfunktion zuerkannt. Hebammen erhielten nach einer glücklichen Geburt Bagel geschenkt, und Bagel wurden bei der Feier zur Beschneidung eines Knaben und anderen besonderen Familienfeiern angeboten. Mandelbagel gehörten zu den Gebäcken, die zum Purimfest verschenkt wurden. Andererseits waren Bagel ein Zeichen der Trauer, in Asche getunkt gehörten sie zu den Speisen, die Trauernde bei der Rückkehr von der Beerdigung assen, und vor dem neunten Av, einem Fasttag zum Gedenken an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem, wurden sie ebenfalls gegessen.
meine wohl nachhaltigste erinnerung an beigel wird sein, dass ich sie zu anfang immer tief in der nacht gebacken habe. als der große sohn noch kleiner war, wachte er eine zeitlang einfach morgens um halb vier auf und war - wach. hellwach. nicht mehr zum schlafen zu kriegen. da kann man, weil man des kostbaren nachtschlafs beraubt wird, schlechte laune kriegen. oder einfach aufstehen, das kind spielen lassen und selbst beigel backen. und sich eben später nochmal hinlegen. und dann ofenfrische beigel frühstücken, wenn man wieder aufwacht.
beigel sind bis heute neben naan unser liebstes vespergebäck. inszwischen backe ich sie aber tagsüber.

man braucht für je nach größe 10 bis 14 stück:

500 g mehl (type 550)
1/2 würfel hefe
5 tl zucker
250 ml (soja-)milch
50 g butter oder alsan 2 eier (oder veganen ersatz nach gemschmack; die palette reicht von "2 el sojajoghurt bis eiersatzpulver)
mehl zum arbeiten

evtl. mohn, sesam oder kümmel zum bestreuen
wenn ohne ei gearbeitet wird: 1 tl zucker aufgelöst in 5 el sojamilch zum bestreichen

1. das mehl in eine schüssel sieben, eine mulde hineindrücken und die hefe hineinbröckeln. mit 1 tl zucker, 4 el warmem wasser und etwas mehl glattrühren. zugedeckt 10 min. ruhen lassen.

2. die milch mit der butter/ alsan erwärmen, bis die butter/ alsan geschmolzen is. ein ei trennen, das eigelb kühl stellen. das eiweis mit dem zweiten ei verquirlen (in der veganen variante bitte den eiersatz entsprechend einarbeiten). mit der milch, 2 tl zucker und 1 tl salz zum mehl geben. alle zutaten etwa 10 min. kneten. bei bedarf noch etwas mehl hinzufügen. die schüssel mit mehl ausstreuen. den teig zu einer kugel formen und in der schüssel zugedeckt an einem warmen ort 1 std. gehen lassen.

3. den teig kurz durchkneten und in 10 bis 14 stücke gleicher größe teilen. jedes teigstück entweder: - um den daumen zu einem kringel formen. an den enden gut zusammendrücken oder - erst zu einer kugel formen, diese leicht flachdrücken. in die mitte ein kleines loch pulen und dieses vorsichtig etwas vergrößern. zugedeckt nochmals 15 minuten gehen lassen.

4. in der zwischenzeit in einem großen topf 3 l wasser mit 1 tl salz und 2 tl zucker zum kochen bringen. dann die temperatur etwas reduzieren, so dass das wasser noch siedet, aber nicht mehr kocht. den backofen auf 200°c (umluft 180°c) vorheizen. zwei backbleche mit backpapier auslegen.

5. die teiglingenacheinander für knapp 1 min auf einer schaumkelle im siedenden wasser schwenken. abtropfen lassen und auf die bleche setzen. mit eigelb/ sojamilch-zuckermischung bestreichen und nach belieben mit mohn, sesam oder kümmel bestreuen. im backofen etwa 20 bis 25 min goldgelb backen.

nen guten!

Dienstag, 24. April 2012

zur zeit fällt mir immer öfter auf, wie viele tolle frauen ich in den letzten jahren kennengelernt habe. frauen aller schichten aus den unterschiedlichsten lebenshintergründen. mütter und ewige singlefrauen genauso wie solche, die glücklich sind, eine beziehung zu haben und nicht über kinder nachdenken zu müssen. frauen,die viel jünger sind als ich und solche, für die ich ein küken bin. friseurinnen, mütter, journalistinnen, werbetexterinnen, hebammen, ärztinnen, puppenmacherinnen, flamencolehrerinnen, erzieherinnen, köchinnen. ihnen allen ist gemein, dass sie ungeheuer inspirierend sind, kraftvoll, stark, schön, selbstbewusst. verletzlich auch und schwach an manchen stellen. aber niemals unterzukriegen. ich bin vollkommen überwältigt davon, was die frauen um mich herum alle meistern, schaffen, ins leben rufen, überlebt haben; wofür sie kämpfen, welche ideen sie haben. petra, rebecca, caro, corinna, birgit, kristin, ramona, ute, michaela, maria, jette, eva, anke, silke, mareike, und wie ihr alle heißt. wäre ich nicht schon mit einem mann verheiratet, ich wäre die lesbischste lesbe welt, voller liebe und bewunderung dafür, was frauen alles können.

Montag, 12. März 2012

Freitag, 24. Februar 2012

das erste mal abends ausgehen mit dem mann seit fast dreieinhalb jahren. dreieinhalb jahre.
allein. ohne kinder. kinokarten besorgt, tisch in einem guide- michelin- restaurant reserviert, make- up- kenntnise widerbelebt.
fühlt sich ein bisschen an, wie vor dem ersten date.

Samstag, 18. Februar 2012

entfremdung.

heute nach langer zeit mal wieder in einem großen, sehr großen sog. vollsortimenter einkaufen gewesen. 95% unserer alltäglichen einkäufe erledige ich in unserem kleinen stadtteil- bioladen, auf den wochenmärkten und im bio- supermarkt in der innenstadt. in diesem großen ding besorgen wir nur, was wir sonst nicht bekommen, oder was mit zwei kindern und kinderwagen und laufrad schlecht zu transportieren ist: getränkekisten, windeln, mülltüten, katzenfutter, katzenstreu, zeitschriften, sowas. meistens erledigt der mann diese einkäufe, heute habe ich es übernommen.
keine 10 minuten hat es gedauert, bis mein hirn anfing zu klingeln. kaufen sie dieses, kaufen sie jenes, beachten sie unser angebot, nur heute!, billig!, solange der vorrat reicht, kaufen sie, kaufen sie, kaufenkaufenkaufen!; werbetafeln, supermarktradio, durchsagen, schilder, promostände. über die leute, die dort einkaufen und darüber, was sie sich in den einkaufswagen laden, will ich lieber nicht lästern.

der unterschied zu unseren anderen einkaufsorten ist denkbar riesig. dort kennt man sich. wie geht es den kindern?, oh, sind sie erkältet?, wollen sie die kirschen mal probieren?, hier, eine scheibe käse für den kleinen, ich tue ihnen noch zwei äpfel mit rein.

life in a bubble.

Donnerstag, 16. Februar 2012

lieblings- kartoffelsuppe.

heute habe ich ein überraschungspäckchen von der @fledermaus erhalten; ein buch von meiner amazon- wunschliste als dankeschön unter anderem für backgemüse. das hat mich sehr gefreut, mir meinen tag gerettet und mich außerdem beflügelt, endlich ein rezept aufzuschreiben, aus das einige leute schon länger warten.

es handelt sich um nichts schlichteres als eine einfache, aber sehr leckere kartoffelsuppe. sie ist eine reminiszenz an meine omma, die diese suppe mit ausgelassenen speckstückchen garnierte und nie aß, ohne gelegentlich in das dick mit salziger butter bestrichenes schwarzbrot zu beißen, das sie in der anderen hand hielt.

ich habe das rezept veganisiert, nicht- veganer ersetzen die entsprechenden lebensmittel eben einfach durch tierkram. oder essen sie so, wie sie hier steht, denn es fehlt ihr nichts, wenn sie kein tier enthält.

du brauchst:

ein paar esslöffel olivnöl oder ein stückchen alsan
800 g kartoffeln (besser keine mehligkochenden, die machen die suppe zu schleimig)
1 möhre
1- 2 el gute instant- gemüsebrühe (z.b. von alnatura)
200 ml trockenen weißwein
1 päckchen soya cuisine
muskatnuss
salz, pfeffer

1 päckchen räuchertofu (am besten den von taifun)
1 zwiebel
schnittlauch, petersilie oder selleriegrün zum garnieren

so geht's:

die kartoffeln und die möhre schälen und in grobe stücke schneiden. in olivenöl/ alsan andünsten, dann das gemüsebrühpulver drüber geben, mit weißwein ablöschen und ein wenig verköcheln lassen. dabei immer wieder umrühren, bis sich die stärke aus den kartoffeln löst, ähnlich wie bei risotto. wenn das so weit ist, kochend heißes wasser aus dem wasserkocher angießen, bis die kartoffeln bedeckt sind (so ca. 1 bis 1, 25 liter; lieber weniger als zuviel).deckel auflegen und das ganze etwa 20 minuten bei mittlerer hitze köcheln lassen.

in der zwischenzeit den tofu in kleine würfel schneiden; die geschälte zwieben halbieren und in dünne ringe schneiden. in einer pfanne alsan/ olivenöl erhitzen und den tofu darin anbraten. wenn er beginnt, braun zu werden, die zwiebeln dazugeben und beides zusammen braten, bis die zwiebeln weich sind.

wenn die 20 suppen- minuten vorbei sind, die herdplatte ausschalten, den topf zur seite ziehen und die sojasahne angießen. mit dem pürierstab cremig fein mixen. eventuell noch etwas heißes wasser dazugeben, falls die konsistenz zu dick ist. die suppe mit salz, pfeffer und frisch geriebener muskatnuss abschmecken, auf teller verteilen und in die mitte ein häufchen zwiebel- tofu- kram geben. mit gehacktem grünzeug garnieren.

days of taking care.


sieht unspektakulär aus, aber diese suppe war diesen winter wohl unsere liebste. auch die kinder mögen sie sehr. wir haben u. a. damit eine frisch gebackene mama im wochenbett verpflegt (hallo caro!) und eine kränkelnde freundin wieder fit gemacht. es gab sie auch an einem der weihnachtsfeiertage. ich hoffe, euch schmeckt sie ebenso festlich.

guten appettit!

Dienstag, 7. Februar 2012

eisnächte machen schöne eiskränze.

icy nights make icy cakes.

icy nights make icy cakes.

icy nights make icy cakes.

icy nights make icy cakes.

icy nights make icy cakes.

icy nights make icy cakes.

sachen, die man bei diesem wetter hervorragen machen kann: eiskränze. zeug sammeln (hagebutten, vogelbeeren, ästchen, gesammelten kram vom letzten herbst, wollfitzelchen, orangenscheiben...), in einer kranz- oder gugelhupfform mit wasser verteilen, über nacht auf den balkon stellen. morgens etwas antauen, kerze in die mitte, fertig ist die laube, und bei der aktuellen witterung hat man viele tage lang was davon. allerschönste balkon- oder gartendeko für lau. damit es richtig schön leuchtet, sollte der eiskranz auf hellem untergrund stehen. eignet sich übrigens auch wunderbar zur guerilla- straßenaufhübschung, oder als mitbringsel der etwas anderen art, falls man gerade wen besuchen geht.

Montag, 30. Januar 2012

crazysexy detox, tage acht bis zum bitteren ende.

nun sind drei wochen rohkostexperimentiererei rum. dass ich das ende dieses ausflugs mit dem kauf einer gusseisernen pfanne feiere, sagt vermutlich alles.
aber so schlimm wars gar nicht. ich habe einige neue dinge ausprobiert und manche sogar für saumäßig gut befunden (kinder, ich sach euch: kein einziger nicht- rohveganer riegel schmeckt so verflucht gut wie life bars!) und anderes gleich rückwärts nochmal gegessen (lasst die finger von kelpnudeln, ehrlich.) rohveganer orange cheesecake: kann man machen. kann man aber auch lassen.

raw orange cheesecake.


entgegen meiner erwartung haben sich green smoothies - das heißt, eigentlich nur der eine green smoothie aus banane, kiwi und spinat - zum festen bestandteil jedes wochentagsfrühstücks etabliert. weil die jungs so drauf stehen. ehrlich, die sind verrückt nach dem zeug. ich finde es auch sehr lecker und ersetze fast jeden morgen das sonst übliche frühstück durch ein glas davon - aber ohne die nachdrücklichen forderungen der jungs würde ich den mixer wohl kaum jeden morgen anschmeißen.



weiterhin zum repertoire gehören wird definitiv auch das rohe brot. weil es so lecker ist. und wie auch letzten sommer schon, werde ich auch im kommenden meinen jungs oft rohe bananeneiscreme machen. ebenfalls, weil sie so lecker ist - und weil sie aus maximal zwei zutaten besteht, bananen und mandelmus, und die jungs davon so viel esen können, wie sie wollen. gut möglich, dass ich dann auch noch rohe bananencrêpes dazu mache.

making banana icecream.

aber sonst, trotz aller theorie über die negativ bewertete, emotionale bedeutung von essen, fehlt mir bei rein rohköstlicher ernährung einfach der spaß am essen. weil es eben nie warm ist, wenn man's mal bräuchte. weil es nicht in die tiefe ankommt. weil es bloß nahrungsaufnahme ist, ohne geschmackserlebnis zu sein. es gibt ausnahmen, sicher, aber im großen und ganzen...macht mich roh eben nicht froh. ich lebe wohl weiterhin glücklich vegan mit einem rohkostanteil von ca. 50- 60 %(obst, salate, obst, knabbergemüse, obst) und finde, das ist auch okay.

und jetzt: pfanne kaufen.

Sonntag, 22. Januar 2012

shit raw vegans say.




(und hier gibt es shit meat eaters sayteil 1 und teil 2. dann doch lieber rohvegan.)

Samstag, 14. Januar 2012

crazysexy detox, tage fünf bis acht.

in der facebook- gruppe schwächeln die teilnehmerinnen. berichten von "durchhängern", schwierigkeiten, auf dauer ausreichend disziplin für eine größtenteils rohköstliche ernährung aufzubringen. von heißhungerattacken auf "verbotene" lebensmittel, vom schlechten gewissen nach einer mahlzeit, die zuviel "verbotenes" enthielt. nicht wenige sind schon ausgestiegen.
was ich persönlich schade finde: dass die meisten dann eben einfach aufgeben, anstatt zu versuchen, es am nächsten tag nochmal zu probieren. anstatt solche durchänger zu nutzen um zu sehen, ob und wie der körper reagiert. die meisten scheinen das detox als durchhaltewettberwerb zu sehen. mit sich selbst, untereinander. wer kann länger, wem fällt es leichter, wer schafft es, die meisten regeln über den längsten zeitraum hinweg einzuhalten. die wenigsten verstehen denn sinn hinter dem detox: lernen, auf seinen körper zu hören. seine signale wahrnehmen und deuten lernen. schade.

ich sehe es als experiment. mich interessieren andere verwendungs- und zubereitungsweisen von lebensmitteln, die ich schon lange kenne. neue geschmacksrichtungen, -kombinationen, konsistenzen. und nicht zuletzt interessiert mich die wirkung auf meinen körper. ich habe aus den letzten tagen wenig spannende futterfotos zu zeigen, aber ich habe weitere interessante entdeckungen gemacht.

zum beispiel gibt es deutliche unterschiede im hunger- und sättigungsgefühl. ich habe lust zu essen und auch hunger, aber zumindest bisher keine heißhungeranfälle. und wenn ich etwas esse, das zum größten teil oder vollständig aus rohkost besteht, bin ich hinterher satt im sinne von: nicht mehr hungrig. was fehlt, ist der klumpen im magen, den ich sonst als sättigungsgefühl bezeichnet habe, und der einen oft träge oder komplett bewegungsunfähig macht. angenehm. an zweien der vergangenen tage habe ich die normale vegane familien- kochkost mitgegessen und den unterschied ser deutlich gespürt. ebenfalls gemerkt: am morgen nach dem gekochten abendessen gleich wieder für zwi stunden schnupfen gehabt, wo die "erkältung" ja eigentlich nach vier tagen zu 80% roh schon abgklungen war.

mandelkeimling.

ich habe ein paar neue lebensmittel ausprobiert. beim versuch, rohe falaffel zu machen entdeckt, dass mandeln tatsächlich anfangen zu keimen, wenn man sie 12 stunden in wasser einlegt. und wie anders sie dann schmecken - von der konsistenz her ganz ähnlich wie die kleinen keimlinge, die ich sonst so im glas ziehe. nur eben in größer. nach mandeln schmecken sie so jedenfalls nicht mehr. die falafel, die daraus entstanden sind, sehen hervorragend aus, aber essen kann ich sie nicht. allein der geruch - vermutlich zuviel sojasoße; was hat sojasoße auch in falaffel zu suchen?! - löst bei mir brechreiz aus. vielleicht starte ich einen weiteren versuch mit gewürzen nach meinem geschmack.
außerdem life bars entceckt. kein konventioneller frucht-/ energyriegel schmeckt so verflucht lecker. geiles zeug. hingegen nicht so geil: kelpnudeln. schmeckt wie schnupfen in aspik. unglaublich ekelhaft.

keeping it 80% raw.

meine morgendliche standardgrundlage für den grünen smoothie besteht nun aus banane, kiwi und spinat, wobei jeden tag ein paar spinatblätter mehr in den mixer wandern. sehr, sehr lecker. und mit zwei großen gläsern davon komme ich prima bis zum frühen nachmittag aus. der große sohn ist mittlerweile beinahe süchtig nach dem zeug. zum frühstück und nach dem kindergarten muss "obst" auf den tisch, sonst kriege ich ärger. dem kleinen sohn schmeckts auch, aber er ist momentan auf sein bananenmüesli noch versessener.

keeping it 80% raw.

muss coop- gemüsebedingt dinge über rote bete lernen. der mann hat ein rote-bete-kindheitstrauma und ich auch nicht besonders viel erfahrung mit deren zubereitung. erstrecht nicht roh. aufs brot schmecken sie schonmal gut. ob man sie würzen und im dörrgerät chips draus machen kann?
dann beim schnippeln und naschen von kohlrabi daran erinnert worden, wie lecker roher kohlrabi eigentlich ist. spontaner gedanke: viel zu lecker, um verkocht zu werden.

insgesamt also alles super bisher - was schwierig bleibt: die integration dieser ernährungsweise in den normalen familienalltag. morgens uns bei den zwischenmahlzeiten geh es ganz gut, aber bei den hauptmahlzeiten habe ich auf dauer keine lust, zwei gerichte zuzubereiten, oder den rest der familie zu meinem rohkostkram zu zwingen, indem ich eben nur das zu essen mache. freitag bin ich zum unrohen, aber mindestens vegetarischen essen eingeladen. der mann freut sich sehr darauf, meine abwesenheit mit dem kochen von thunfisch- sahne- spaghetti feiern zu können.

p.s.: ich bekomme gerade viele nette mails. ich freue mich sehr darüber, aber ich habe gerade zu wenig zeit, ausführlich zu antworten.

Freitag, 13. Januar 2012

hilfe! [garten coop content]

auf dem rückweg vom waldkindergarten haben wir heute unsere zweite garten coop gemüseladung abgeholt:

gemüse kw 2


wir freuen uns über zuckerhut, spinat, möhren, rettich, rote bete, ein achtel von einem riesigen kohlrabi (sorte: superschmelz) und ein glas tomatensugo aus dem sommertomatenüberschuss.

gemüse kw 2

gemüse kw 2

gemüse kw 2

und dann noch eine bitte an die leserschaft aus freiburg:

leider hat die garten coop zu beginn des jahres eine schlechte nachricht bekommen. der vermieter des umschlagplatzes in der lörracherstraße hat uns die räumlichkeiten zum 31.1.2012 gekündigt. um das gleich vorwegzunehmen: der vermieter möchte die "räumlichkeiten einem anderen zweck zuführen"; auf nachfrage hat man uns gesagt, dass sie einem nachmieter ab 1. februar bereits versprochen sind. man hat uns auch gesagt, dass die kündigung nicht aufgrund unzufriedenheit mit der garten coop als mieter erfolgt sei: wir seien gute mieter gewesen.


der umschlagplatz ist der ort, wo die gemüsekisten auf die fahrraranhänger verteilt werden. mit dem car sharing bus werden die kisten vom hof in tunsel zu diesem umschlagplatz gefahren; dort treffen sich dann die fahrradfahrer, teilen die kisten auf die anhänger auf und starten dann ihre jeweligen routen zu den einzelnen verteilpunkten der stadt.

die garten coop hat also für die verteilung eine große abhängigkeit von diesem umschlagplatz entwickelt; die kündigung trifft uns besonders hart. außerdem nutzen knapp 20 leute den umschlagplatz als verteilpunkt. wir brauchen dringend eine alternative. die zeit drängt.

deshalb möchte ich mich hiermit an meine freiburger leser wenden: kennt jemand einen guten ort, der uns als neuer umschlagplatz dienen könnte? verfügt eventuell selbst jemand von euch über ein passendes und zufällig freistehendes gelände?


eckdaten - was ein umschlagplatz so braucht:

- hauptsächlich platz in form von zum beispiel zwei bis drei garagenräumen oder einem ähnlichen kleinen verhau bungalow, lagerraum etc., um mehrere große fahrradanhänger und über 150 gemüsekisten einzuräumen (30-50 quadratmeter)

- einen hof o.ä. wo ein transporter & mehrere fahrräder mit anhänger gut reinfahren und wenden können, sowie kisten ab- und eingeladen werden können

- platz für andere sachen wie: werkzeug, regenklamotten, gläser mit eingekochten tomaten, sonstige materialien

- klos, waschküche o.ä. wären von vorteil, sind aber nicht zwingend notwendig

- die lage sollte so zentral wie möglich sein.

es wurden schon diverse ideen gesammelt, kontaktleute ausfindig gemacht, anfragen gestellt - bisher jedoch ohne erfolg. falls jemand von euch uns weiterhelfen kann, oder einen hinweis hat, wo wir nachfragen könnten, meldet euch bitte entweder bei mir (ellahartmann bei gmail punkt com) oder bei verteilung bei gartencoop punkt org.

1000 dank!

Mittwoch, 11. Januar 2012

crazysexy detox, tag vier.

so langsam werden die details darüber, was genau ich so esse, vermutlich ein bisschen langweilig. und auch ich finde das essen derzeit eher unspannend. nicht in dem sinne, dass ich der rohkost überdrüssig werde, sondern eher allgemein.
ich stelle ein paar merkwürdige sachen an mir selber fest. nämlich:

frühstück.

ich hab irgendwie keinen großen bock mehr aufs essen. weder fehlt mir kochkost, noch bin ich generell besonders scharf drauf, irgendwas zu essen. ich esse halt, wenn's an der zeit ist, und ich habe auf manche sachen auch besondere lust und auf andere weniger, aber hungergefühl bricht selten aus. und wenn ich hunger habe, dann meistens auf etwas rohes oder etwas mit hohem rohkostanteil. sehr oft ist es orange, gleich danach kommt salat mit irgendwas unrohem. davon esse ich dann - keine besonders große portion - und bin schnell wieder satt. essen und essen zubereiten hat derzeit den großen reiz für mich verloren, den es sonst immer hatte. ich habe die lust am schlendern über die wochenmärkte und duch die bioläden, das sich nicht sattsehen können an der fülle und den farben, immer als wichtiges aspekt meiner persönlichen lebensqualität empfunden. momentan ist das einfach nicht meh so ausgeprägt vorhanden und ich kann nicht mal sagen, dass es mich groß stört. ich freue mich weiterhin über besonders gut schmeckende orangen oder über eine leckere mahlzeit, und ich browse auch gern rohkostrezepte und überlege, was ich gerne mal ausprobieren würde, aber...naja, es ist irgendwie einfach nicht mehr von so großer wichtigkeit, wie es zuvor war.

i <3 peas.

das macht mich einigermaßen stutzig, da appettitlosigkeit extrem untypisch für mich ist. das habe ich nur, wenn ich schlimm krank bin und das ist so selten, dass ich es genau datieren kann: die letzten beiden male waren die nierenbeckenentzündug während der ersten schwangerschaft und ein fiebriger milchstau zwei wochen nach der geburt des zweiten sohnes. und es macht mich stutzig, weil ich genau diese freude am und vorfreude auf essen und essen zubereiten immer als einen wichtigen schlüssel zur findung einer vernünftigen, gesunden ernährung gehalten habe. hm.

obstkiste.

meiner bisherigen denkweise nach würde ich sagen: ich habe keinen appettit, weil ich ein bisschen angeschlagen bin. die schulterschei*e und die dicke erkältung sind vielleicht schuld daran. im normal fall würde es mich jetzt nach dieser suppe gelüsten, die bei uns den untertitel "anti- schnodder- suppe" trägt, weil sie einem den erkältungsrotz so richtig schön aus allen löchern heraustreibt. stattt dessen habe ich....einfach irgendwie gar keine gelüste. aber ich weiß, dass wenn ich nachher hunger kriege, ich gerne einen salat mit irgendwas und eine orange hätte. die rohköstler sagen aber: deine erkältung ist astreines symptom deiner entgiftung infolge des hohen rohkostanteils in deiner ernährung. was ist die henne, was das ei?

silke, eine bekannte rohköstlerin mit sympathisch wenig esoterik- oder ideologieanteil in ihren theorien, hat etwas interessantes dazu geschrieben, das gerade immer wieder seine runden in meinen gedanken dreht:

"Die meisten von uns haben eine emotionale Beziehung zum Essen. Eine von früh an geprägte, oft unbewusste Beziehung. Die uns wider besseren Wissens & trotz vielfach wiederholter Erfahrungen & Erkenntnisse oftmals lange davon abhält, unser Essverhalten in Richtung besserer, gesünderer Ernährung zu ändern. Oder uns immer wieder auf dem Weg umkehren lässt.

Essen sollte dem Zweck dienen, unseren Körper zu nähren, ihm Nährstoffe zuzuführen. Ausreichend, aber nicht im Übermaß. Nichts gegen Genuss beim Essen, der gehört dazu, ist jedoch nicht der Zweck der Nahrungsaufnahme. Wir sollten zu einer Ernährungsform finden, die uns nährt & gesund erhält. Essen um zu leben. Nicht leben um zu essen.

Was kann helfen, deine Beziehung zum Essen zu verändern? Ein paar Gedanken dazu:

  • Das Verlangen nach Nahrung ist körperlich. die Besessenheit von Nahrung ist emotional. Verlangen nach Nahrung zeigt den Nährstoffbedarf unserer Zellen an. Je besser du diesen deckst, mit natürlicher, mineralstoffreicher Nahrung, desto eher lässt das Verlangen nach.
  • Iss, wenn du isst. Zen. Iss nicht nebenbei, während du andere Dinge erledigst. Iss entspannt & bewusst.
  • Kultiviere eine Einstellung der Dankbarkeit für deine Nahrung.
  • Es gibt nichts, was du nicht auch morgen essen könntest. Also auch keinen Grund, alles heute aufzuessen.
  • Sei gut zu dir & konzentriere dich auf das, was dir gut tut. Wenn du trotzdem mal etwas isst, was du “eigentlich” nicht willst – verzeih dir & sieh weiter nach vorne. Es gibt nichts, auf das du für immer verzichtest. Du kannst immer noch alles essen, was du willst – du entscheidest einfach nur, es diesmal nicht zu tun.
  • Bevor du isst: frage deinen Körper, ob & was er essen will. Wirklicher Hunger kommt vom Körper, ist das Bedürfnis nach Nahrung. Wenn dein körperlicher Hunger gestillt ist, finde eine andere Möglichkeit, deinen emotionalen Hunger zu stillen, dein Herz & deine Seele zu nähren.
  • Es gibt viele andere Wege, dich zu beschäftigen, dich zu trösten, dich zu vergnügen – finde sie! Mach dir eine Liste mit Möglichkeiten. Wenn du ohne körperlichen Hunger essen willst – halte inne & versuch es mit etwas anderem von der Liste.
  • Wenn du körperlich satt bist & dennoch weiter essen willst, finde heraus, was du durch das Essen erreichen willst: was möchtest du in diesem Moment gerade nicht fühlen?
    (...)
  • Sei so beschäftigt mit deinem Leben & deiner Liebe zum Leben, dass Essen zur Nebensache wird, du es vielleicht sogar vergisst."

ich kann nicht abschätzen, wie schlimm das jetzt für euch vielleicht klingt (und eigentlich ist mir das auch egal). die meisten leute sind ja sehr in die richtung geprägt, dass eine gesunde ernährung bedeutet, dasss man soundso viel essen muss, soviel davon zu dieser tageszeit und soviel von etwas anderem zu einer anderen tageszeit; und das richige maß für all das darf man aber nicht selbst bestimmen, sondern muss man tabellen in büchern entnehmen oder sich von sog. ernährungsexperten sagen lassen.

kresse.

rohköstler sind da anders. sie sagen, dass sie deshalb weniger zu essen brauchen, weil die nahrung, die sie sich zuführen hochwertiger ist: reiner, purer, lebendiger, vollwertiger. weil eben alles noch darin vorhanden ist, was die natur reingemacht hat. nichts zu tode gegart oder kaputtgekocht. und je länger man sich roh ernährt, desto besser lerne der körper, die nährstoffe aus den früchten, gemüsen etc. aufzunehmen und zu verwerten. jemand, der gegarte nahrung zu sich nimmt, muss davon mehr essen, bis er die gleiche menge inhaltsstoffe intus hat- weil diese ja eben zu erklecklichen teilen beim garen verloren gegangen sind. so gesehen relativiert sich das "wenig" der rohköstler schnell. könnt ihr mir noch folgen, ja?
manche rohkostblogger listen täglich auf, was sie so essen. wenn man das, wie ich, aus jahrelanger übung heraus schon gar nicht mehr lesen kann, ohne automatisch gleich die passenden kalorienzahlen zu addieren, kommt man oft ganz schön ins staunen: 500 bis 1200, selten mehr kalorien nehmen die meisten rohköstler täglich zu sich. und es scheint ihnen nichts dabei zu fehlen. weder gewicht, noch nährstoffe. tse. frech, was?

ich kann mir noch immer nicht vorstellen, mich dauerhaft vollständig roh zu ernähren. aber es macht gerade spaß, diese ernährungsweise mal auf probe etwas genauer auszuprobieren. und für mich macht das, was silke da schreibt, zusammen mit den geschilderten auffälligkeiten, die ich an mir selbst feststelle, jedenfalls gerade durchaus sinn. hört ihr den groschen in meinem kopf kullern? ja?

Dienstag, 10. Januar 2012

crazy sexy detox - tag drei.

den ersten wirklich leckeren green smoothie hingekriegt mit banane, orange, kiwi und petersilie. der große sohn hat gleich komplett auf jegliches sonstige frühstück verzichtet und sich noch eine portion für den nachmittag reserviert. tse.

[366-2012-9] breakfast.

der rest des tages war dann ziemlich beschissen. anhaltende, starke schmerzen im linken arm plus schulter und hals trieben mich zum arzt. für die ärztin war schnell klar, dass ich auf irgendwelchen gefäßkram untersucht werden soll. bis klar war, wo das geschehen soll, wurde ich nach hause geschickt und habe mir schnell zwei rohe leinsamcräcker mit unrohem meerrettich/rote bete- streich eingeworfen.

[366-2012-10a] lunch.

kaum war der letzte krümel aufgepickt, wurde ich in die gefäßambulanz der uniklinik beordert und geultraschallt. und dann lag ich plötzlich ein stockwerk höher in einer anderen ambulanz mit verdacht auf herzinfarkt. juhu. nicht.

room with no view.

vier stunden hat es gedauert, bis klar war, dass ich keinen herzinfarkt habe. woher die schmerzen denn dann kommen, konnte mir mir aber auch keiner sagen. da ich aber gesünder war, als die meisten anderen dort, wurde ich mit ibuprofen nach hause geschickt. dort großen hunger mit einem bagel und zwei orangen gestillt. vier rohe trüffelpralinen als seelentrost hinterhergenossen.

[366-2012-10b] dinner.

abgesehen von diesen verfluchten schmerzen: rotznase, matschbirne, erhöhte temperatur. die ibuprofen helfen übrigens nicht. verflucht fiese scheißschmerzen. schlechte laune. nacht.

edit: das crazysexy- buch ging glücklicherweise noch zu stornieren. ab jetzt also nur noch detox ohne crazysexy. erleichtert, irgendwie.

Montag, 9. Januar 2012

crazy sexy detox - tag zwei.

üblicherweise sagt der große sohn mir gleich nach dem aufstehen, was er zum frühstück haben will. in letzter zeit ist das immer ein müesli und ein brot mit butter und käse. so auch heute. doch als er sieht, dass ich mir wieder einen green smoothie mache, will er auch von dem "obst", wie er es nennt, abhaben. sein restliches frühstück lässt er stehen. mir geht's nicht gut, ich habe ohnehin keinen richtigen appettit; von dem smoothie (orange, banane, apfel, gurke, ingwer, petersilie) bringe ich nur zwei schlucke runter, dann geht's nicht mehr. während ich eine orange und ein büschel feldsalat am stück kaue, das geht immerhin, teilen sich die jungs mein grünes kaltgetränk. ich bewundere sie ein bisschen dafür.

they love green smoothie.


der mann bringt den großen sohn zum kindergarten. mir geht's mit jeder viertelstunde schlechter. schmerzen im rücken, zunehmende schmerzen am linken schlüsselbein, weißgottwoher, die seit neuestem in den linken arm ausstrahlen. rotznase. matschbirne. abwechselnd eiseskälte und hitzewallungen. durchfall. anhaltende appettitlosigkeit.

they love green smoothie.

ich lege mich zusammen mit dem kleinen sohn nochmal eine stunde lang hin. danach geht's etwas besser. wir fahren in die stadt, nachschub an frischzeug kaufen und den rohkostladen unsicher machen. ich kaufe diversen rohen süßkram, rohkost- trockenmango und zwei sorten cräcker zum probieren und vielleicht nachmachen. außerdem (aber nicht im rohkostladen): avocados, mango, bananen, äpfel, tomaten, gurke, sellerie, orangen, walnüsse, macadamias, sonnenblumenkerne, hirsenudeln, datteln, kresse, postelein, petersilie, schnittlauch.

raw treats.

der große sohn kommt mit einer dick geschwollenen, lila und blau vefärbten und blutverkrusteten nase nach hause. von einem baum gefallen, der vor einigen wochen gefällt werden musste und seither als klettergerüst dient. ich will nudeln mit roher tomatensoße zu mittag machen, der sohn möchte lieber "obst". ich mache den beiden jungs eine kleine portion smoothie, beide löffeln genussvoll einen becher voll; der sohn möchte den rest fürs abendessen kaltgestellt bekommen. so langsam glaube ich, hier ist irgendwas komisch. was ist mit diesen kindern los? ich mag immer noch nichts essen. wir gehen den gesamten nachmittag lang laufrad fahren. erst abends bekomme ich appettit und esse einen salat mit unrohen falaffeln und rohem ketchup. rohes ketchup: getrocknete tomaten einweichen und mit einweichwasser und ein paar datteln pürieren, mit pfeffer und zitronensaft abschmecken. saulecker! der große sohn löffelt den kaltgestellten smoothie und nascht von meinen falaffeln.

[366- 2012-8] dinner.

nachdem abendessen gehe ich gleich ins bett, von wo aus ich das hier schreibe. der schmerzende rücken will entlastet werden. die schmerzen im schlüsselbein werden langsam grenzwertig; de linke arm fühlt sich schwer und steif und kaltan; im oberarm sticht es heftig, in die andere richtung ziehen die schmerzen am hals entlang bis zum kiefer. nicht lustig, hat aber wohl kaum was mit dem detox zu tun. habe schon gegoogelt: noch zwei, drei symptome mehr, dann hab ich einen herzinfarkt zusammen. tippe aber eher auf eingeklemmten nerv oder verrenktes gelenk. hoffe, ich kann heute nacht schlafen. morgen dann wohl zum arzt.

Sonntag, 8. Januar 2012

crazy sexy detox - tag eins.

zum frühstück und über den vormittag verteilt den ersten grünen smoothie getrunken. gurke, bananen, äpfel, petersilie. hat eigentlich fast nur nach der gurke geschmeckt. war gar nicht so eklig, aber zu fad. da muss mehr bums rein. morgen was mit orange und ingwer.

[366-2012-8] breakfast.

[366-2012-8] breakfast.

[366-2012-8] breakfast.

womit ich nicht gerechnet hätte: dass der große sohn mir ins gesamt sieben kinderbecher voll davon wegschlürft. zum frühstück gleich fünf, später nochmal zwei. und beim zweiten mal wollte dann auch der kleine sohn probieren und hat fleißig einen becher leergelöffelt.

green smoothie junkie.


another green smoothie fan.

mittagssnack: leinsamcräcker mit avocado und sprossen, eine orange. nachmittags drei datteln und zwei stücke rohe schokolade. zum abendessen grüne nudeln und feldsalat mit keimlingen, später am abend nochmal eine orange und ein paar datteln.

[366-2012-7a] lunch.

[366-2012-7b] dinner.

die nudeln waren also heute das einzige was nicht roh war, ich denke, die vorgabe von 20% gekochtem zu 80% rohem essen geht für heute auf. war gar nicht so schwer und ich hatte gar nicht mal so sehr das gefühl, dass das heute ernährungstechnisch ein tag war, der stark von meinen sonstigen essgewohnheiten abweicht. okay- im normalfall hätte ich zum frühstück wahrscheinlich eher einen bagel mit aufstrich und grünzeug gegessen, und die schokolade wäre vegan, aber nicht rohvegan gewesen aber sonst...passt schon.

was noch nicht klappt, ist der verzicht auf koffein. seit 7 jahren bin ich ex- raucherin; ich habe zu einem zeitpunkt aufgehört, zu dem ich 9 jahre lang geraucht hatte und schon seit langer zeit bei einer menge von 1,5 bis 2 schachteln am tag war. ich habe von einem auf den anderen tag aufgehört; es war nicht einfach und hat viel disziplin gekostet. aber es hat geklappt. seit etwa 10 jahren bin ich nun, wenn man so will, süchtig nach koffein bzw. der kombination aus koffein und aspartam, denn ich trinke keinen kaffee, sondern cola light. viel. cola light. ich habe bestimmt schon 5 oder 6 versuche gestartet, damit aufzuhören, und habe es nicht geschafft: körperliche entzugserscheinungen, allem voran irrsinnigste kopfschmerzen, die mich jedes mal wieder in die knie gezwungen haben. deshalb versuche ich im rahmen dieses detox- experiments eine schrittweise entwöhnung. heute immerhin nur 3 gläser von dem zeug getrunken, statt sonst 2 liter.

neue ladung leinsamcräcker in den dörrautomaten gepackt; cashewkäse vorbereitet (ohne den senf). rezept für rohe tomaten- mangosoße rausgesucht.

außerdem: rückenschmerzen, schlüsselbein verrenkt, matschbirne, rotznase, hitzewallungen. den tag größtenteils im bett verbracht (liegt aber wohl eher an der erkältung, als am detox. oder ist die erkältung das detox?)